Die 7 teuersten Fehler bei der Altbausanierung – und wie man sie vermeidet
- artweb
- vor 6 Tagen
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Die Sanierung eines Altbaus kann den Wohnkomfort verbessern, Energiekosten senken und den Wert einer Immobilie deutlich steigern. Gleichzeitig passieren bei vielen Sanierungsprojekten Fehler, die später teuer werden – oft erst Jahre nach den Arbeiten.
Besonders problematisch: Viele Entscheidungen werden zu schnell getroffen oder einzelne Maßnahmen umgesetzt, ohne das gesamte Gebäude zu betrachten. Genau dadurch entstehen häufig Feuchtigkeitsschäden, unnötig hohe Heizkosten oder technische Probleme.
In diesem Artikel zeigen wir die häufigsten und teuersten Fehler bei der Altbausanierung – und wie Eigentümer sie vermeiden können.

1. Dämmen ohne die Bauphysik zu berücksichtigen
Viele Eigentümer möchten zuerst die Fassade dämmen, um Heizkosten zu sparen. Das klingt sinnvoll – kann aber problematisch werden, wenn die Bauphysik des Gebäudes nicht berücksichtigt wird.
Vor allem bei älteren Häusern verändert eine neue Dämmung das Feuchteverhalten der Außenwände. Werden ungeeignete Materialien verwendet oder Wärmebrücken übersehen, kann sich Feuchtigkeit in der Konstruktion sammeln.
Die Folgen:
Schimmelbildung
feuchte Innenwände
schlechteres Raumklima
Schäden an der Bausubstanz
Besonders kritisch wird es bei diffusionsdichten Systemen auf alten Ziegelmauern.
So vermeiden Sie diesen Fehler
vor der Sanierung eine bauphysikalische Analyse durchführen
Wärmebrücken prüfen lassen
passende Dämmstoffe für den Altbau wählen
Feuchtigkeitsverhalten des Gebäudes berücksichtigen
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2. Eine Wärmepumpe ohne Heizlastberechnung einbauen
Wärmepumpen gelten als moderne und effiziente Heizlösung. Doch gerade im Altbau funktioniert eine Wärmepumpe nur dann effizient, wenn sie richtig geplant wird.
Ein häufiger Fehler: Die Anlage wird ohne genaue Heizlastberechnung eingebaut.
Dadurch entstehen oft:
zu hohe Stromkosten
schlechte Effizienz
häufiges Takten der Anlage
unzureichende Heizleistung im Winter
Viele Probleme entstehen nicht durch die Wärmepumpe selbst, sondern durch falsche Dimensionierung.
So vermeiden Sie diesen Fehler
immer eine professionelle Heizlastberechnung durchführen lassen
Vorlauftemperaturen prüfen
bestehende Heizkörper analysieren
Gebäudehülle mit berücksichtigen
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3. Neue Fenster ohne Lüftungskonzept
Der Austausch alter Fenster verbessert die Energieeffizienz – kann aber neue Probleme verursachen.
Früher waren viele Altbauten „natürlich undicht“. Alte Fenster ließen ständig kleine Mengen Luft durch. Moderne Fenster sind deutlich dichter. Dadurch bleibt Feuchtigkeit länger im Gebäude.
Ohne ausreichende Lüftung entstehen häufig:
Kondenswasser
Schimmelbildung
schlechte Luftqualität
Besonders betroffen sind Schlafzimmer, Badezimmer und schlecht belüftete Räume.
So vermeiden Sie diesen Fehler
Lüftungsverhalten anpassen
kontrollierte Wohnraumlüftung prüfen
Feuchtigkeitswerte beobachten
Fenster und Dämmung gemeinsam planen
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4. Förderungen zu spät beantragen
Viele Förderungen in Österreich müssen vor Beginn der Arbeiten beantragt werden. Trotzdem starten Eigentümer häufig bereits mit der Sanierung – und verlieren dadurch mögliche Zuschüsse.
Gerade bei:
Wärmepumpen
thermischer Sanierung
Fenstertausch
Photovoltaik
gelten oft genaue technische und zeitliche Voraussetzungen.
So vermeiden Sie diesen Fehler
Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen
technische Anforderungen beachten
Fristen einhalten
Angebote und Unterlagen rechtzeitig vorbereiten
Schon kleine Fehler im Ablauf können mehrere tausend Euro Förderung kosten.
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5. Nur auf den günstigsten Preis achten
Bei Sanierungen entscheidet nicht nur der Anschaffungspreis über die tatsächlichen Kosten.
Billige Materialien oder schlecht abgestimmte Systeme führen später oft zu:
höheren Energiekosten
kürzerer Lebensdauer
zusätzlichen Reparaturen
geringerem Wohnkomfort
Gerade bei Dämmstoffen, Fenstern oder Heizsystemen zahlt sich langfristige Qualität meist deutlich aus.
So vermeiden Sie diesen Fehler
Lebensdauer und Betriebskosten vergleichen
nicht nur den Kaufpreis betrachten
Qualität und Verarbeitung berücksichtigen
auf passende Gesamtlösungen achten
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6. Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept umsetzen
Viele Altbauten werden Schritt für Schritt saniert. Das ist grundsätzlich sinnvoll – problematisch wird es jedoch ohne klare Gesamtplanung.
Typische Beispiele:
neue Heizung trotz schlechter Dämmung
Fenstertausch ohne Lüftung
Photovoltaik ohne Anpassung des Stromverbrauchs
Dadurch entstehen oft ineffiziente Kombinationen und unnötige Mehrkosten.
So vermeiden Sie diesen Fehler
einen langfristigen Sanierungsfahrplan erstellen
Maßnahmen aufeinander abstimmen
Reihenfolge der Sanierung planen
zukünftige Anforderungen mitdenken
7. Sommerlichen Hitzeschutz vergessen
Viele Sanierungen konzentrieren sich ausschließlich auf den Winter. Doch durch steigende Temperaturen wird auch der Hitzeschutz immer wichtiger.
Besonders Dachgeschosse und schlecht beschattete Räume können sich im Sommer stark aufheizen.
Häufige Ursachen:
ungeeignete Dämmstoffe
fehlende Verschattung
große Glasflächen
schlechte Dachkonstruktionen
So vermeiden Sie diesen Fehler
sommerlichen Wärmeschutz früh berücksichtigen
außenliegende Beschattung einplanen
geeignete Dämmstoffe wählen
Dachaufbau optimieren
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Fazit: Gute Planung spart langfristig Geld
Die meisten Probleme bei Altbausanierungen entstehen nicht durch einzelne Produkte – sondern durch fehlende Planung.
Wer sein Gebäude als Gesamtsystem betrachtet, kann:
Energiekosten dauerhaft senken
Feuchtigkeitsschäden vermeiden
Förderungen optimal nutzen
Wohnkomfort verbessern
langfristig Geld sparen
Gerade im Altbau lohnt sich eine sorgfältige Analyse vor Beginn der Arbeiten. Denn viele Fehler zeigen sich erst Jahre später – und werden dann deutlich teurer.
💡 Tipp: Nicht nur sanieren – auch laufende Energiekosten optimieren
Eine gute Sanierung reduziert den Energiebedarf eines Hauses deutlich. Wie hoch die tatsächlichen Heiz- und Stromkosten am Ende ausfallen, hängt jedoch zusätzlich vom gewählten Energieanbieter und Tarif ab.
Gerade nach einer Sanierung lohnt es sich deshalb, bestehende Strom- und Energietarife zu überprüfen. Viele Haushalte zahlen unnötig hohe Energiekosten, obwohl günstigere Alternativen verfügbar wären.
👉 Über Durchblicker.at und CHECK24 lassen sich aktuelle Strom-, Gas- und Energietarife einfach vergleichen. Je nach Verbrauch sind Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr möglich.
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Häufig gestellte Fragen zur Altbausanierung
Was ist der häufigste Fehler bei der Altbausanierung?
Zu den häufigsten Fehlern zählen fehlende Gesamtplanung, falsche Dämmung und der Einbau ungeeigneter Heizsysteme ohne vorherige Analyse des Gebäudes.
Kann eine falsche Sanierung Schimmel verursachen?
Ja. Besonders neue Fenster ohne ausreichendes Lüftungskonzept oder ungeeignete Dämmstoffe können Feuchtigkeitsprobleme und Schimmelbildung verursachen.
Sollte zuerst gedämmt oder die Heizung erneuert werden?
Idealerweise sollte immer ein Gesamtkonzept erstellt werden. In vielen Fällen ist es sinnvoll, zuerst die Gebäudehülle zu verbessern und anschließend das Heizsystem anzupassen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Ja, häufig schon. Entscheidend sind jedoch Heizlast, Vorlauftemperaturen und der energetische Zustand des Gebäudes.




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