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Natürliche Baustoffe im Altbau – Lehm, Kalk & Holzfaser richtig einsetzen

  • artweb
  • 16. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Dez. 2025


Warum natürliche Baustoffe im Altbau ideal sind


Altbauten bestehen häufig aus Ziegel, Bruchstein oder Holzbalken – Materialien, die diffusionsoffen und kapillaraktiv sind. Moderne Sanierungen verwenden jedoch oft dichte Putze, Gipskarton oder Styropor – und genau dadurch entstehen:


  • Feuchtestau

  • Schimmel

  • Kältegefühl

  • schlechte Raumluft


Natürliche Baustoffe wie Lehm, Kalk und Holzfaser arbeiten dagegen mit dem Gebäude – nicht gegen es.


Vorteile auf einen Blick:

✔ regulieren Feuchtigkeit

✔ verhindern Schimmel

✔ verbessern das Raumklima

✔ ökologisch & nachhaltig

✔ reparaturfreundlich

✔ ideal für Innenräume



1. Lehm – der Feuchtigkeitsspezialist


Lehm ist der König der Altbau-Sanierung, besonders in Wohn- und Schlafräumen.


Warum Lehm ideal ist

  • nimmt Feuchte schnell auf und gibt sie langsam ab

  • sorgt ganzjährig für stabiles Raumklima

  • wirkt antistatisch (weniger Staub)

  • speichert Wärme

  • vollkommen natürlich, ohne Chemie


Wo Lehm besonders sinnvoll ist

  • Schlafzimmer

  • Wohnzimmer

  • Räume mit temperierter Feuchte (Küche, Bad teils)


Tipp:

Lehmputz funktioniert ideal in Kombination mit Holzfaser-Innendämmung – kapillaraktiv + schimmelsicher.

Mehr dazu im passenden Beitrag:➡️ Diffusionsoffen bauen – atmende Wände



2. Kalk – schimmelhemmend & langlebig


Kalkputz ist der Klassiker im Altbau. Durch seinen hohen pH-Wert wirkt er natürlich schimmelhemmend.


Vorteile von Kalk

  • desinfizierend

  • extrem langlebig

  • feuchtigkeitsregulierend

  • ideal für Badezimmer & Küchen

  • verträgt sich mit alten Mauerwerken


Kalk ist perfekt geeignet, wenn du ein robustes, pflegeleichtes Material suchst.



3. Holzfaser – die ideale Innendämmung für Altbauten


Viele Altbauten können außen nicht gedämmt werden – Denkmalschutz, Platzmangel oder Budget. Innendämmung wird oft als „schimmelgefährlich“ abgestempelt, aber:

Holzfaserplatten sind kapillaraktiv → sie leiten Feuchtigkeit aus der Wand nach innen, wo sie verdunsten kann.


Vorteile von Holzfaser:

  • hervorragender sommerlicher Hitzeschutz

  • diffusionsoffen

  • schimmelresistent

  • ideal für Lehm- oder Kalkputz

  • elastisch, gut anpassbar


Mehr über nachhaltige Innendämmung:➡️ Wärmedämmung im Altbau – nachhaltig & diffusionsoffen



4. Welche Kombination ist im Altbau am besten?


Die stärkste, sicherste Kombination:


Holzfaser + Lehmputz

→ feuchteadaptiv→ schimmelsicher→ verbessert Behaglichkeit→ ideal bei Problemwänden


Für Feuchträume oder robuste Ausführung:


Kalkputz + Silikatfarbe

→ alkalisch (kein Schimmel)→ robust, pflegeleicht



5. Vorsicht bei diesen Materialien im Altbau


Viele Probleme entstehen durch falsche Baustoffe:


Gipskarton direkt auf kalte Außenwände→ kondensiert → Schimmel garantiert

Zementputz in Altbauwänden→ zu dicht → Feuchtestau

Styropor-Innendämmung→ keine Kapillarität → Risiko extrem hoch

Dispersionsfarben→ dichte Schicht über diffusionsoffenen Wänden



6. Praktische Tipps zur Sanierung


✓ Untergrund immer prüfen

  • Feuchtigkeit?

  • Salzbelastung?

  • Tragfähigkeit?


✓ Alte dichte Farben entfernen

Damit Lehm oder Kalk arbeiten können.


✓ Möbelabstand einhalten

5–10 cm Abstand zur Außenwand → bessere Zirkulation.


✓ Baustoffe systemtreu einsetzen

Holzfaser + Lehm + mineralische Spachtelmassen → optimal.



Fazit: Natürliche Baustoffe machen Altbauten wieder atmungsaktiv


Durch Lehm, Kalk und Holzfaser entsteht ein:


  • natürliche-baustoffe-im-altbau-–-lehm-kalk-holzfaser-richtig-einsetzen

    gesundes, angenehmes Raumklima

  • schimmelfreier Wohnraum

  • nachhaltiger, ökologischer Sanierungsaufbau


Diese Materialien harmonieren mit dem Altbau, statt ihn zu verschließen. So bleibt der Charakter erhalten – und gleichzeitig entsteht moderne Wohnqualität.

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