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Energiegemeinschaften in Österreich: Gemeinsam Strom erzeugen, teilen und Energiekosten senken

  • artweb
  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Energiegemeinschaften in Österreich gewinnen rasant an Bedeutung. Steigende Strompreise, der Boom von Photovoltaik und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger führen dazu, dass immer mehr Haushalte nach Lösungen suchen, um Energiekosten zu senken und erneuerbare Energie gemeinsam zu nutzen.

Energiegemeinschaften ermöglichen es Privatpersonen, Mietern, Unternehmen und Gemeinden, Strom aus Photovoltaik gemeinsam zu erzeugen, zu teilen und günstiger zu beziehen – auch ohne eigenes Dach oder PV-Anlage.

Mehr zu Photovoltaik-Lösungen: Photovoltaik: Grundlagen und Anwendung



Was ist eine Energiegemeinschaft?


Eine Energiegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Personen, Haushalten oder Unternehmen, die gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen und untereinander teilen.



Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG)


  • Zusammenarbeit über Grundstücksgrenzen hinweg

  • Energie darf innerhalb eines Netzgebietes geteilt werden

  • Ideal für Gemeinden, Vereine, Nachbarschaften und Betriebe



Bürgerenergiegemeinschaft (BEG)


  • Energie kann österreichweit geteilt werden

  • Mitglieder müssen nicht räumlich nah sein

  • Besonders interessant für Unternehmen oder überregionale Projekte



Welche Vorteile bieten Energiegemeinschaften?


Niedrigere Stromkosten

Mitglieder profitieren von günstigeren Netzentgelten und können Strom direkt von der Gemeinschaft beziehen – oft deutlich günstiger als beim Energieversorger.

Wer seinen Energieverbrauch besser verstehen und Optimierungspotenziale erkennen möchte, kann mit unserem Energie-Rechner für Haushalte in Österreich den eigenen Bedarf analysieren.


Mehr Unabhängigkeit

Gemeinsam erzeugter Strom reduziert die Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen und internationalen Märkten.


Nachhaltigkeit

Energiegemeinschaften fördern den Ausbau erneuerbarer Energien und reduzieren CO₂-Emissionen.


Stärkung der Region

Lokale Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde, statt an große Energieunternehmen zu fließen.


Attraktiv für Mehrparteienhäuser

Mieterstrom-Modelle ermöglichen es auch Mieterinnen und Mietern, von PV-Anlagen zu profitieren.



Wie funktioniert das Teilen von Strom?


Erzeugung durch PV-Anlagen, Zuweisung digital, Verbrauch im Haushalt oder Betrieb, Abrechnung über Smart Meter.



Smart Meter – digitale Messung für Energiegemeinschaften


Ein Smart Meter ist ein intelligenter Stromzähler, der den Verbrauch digital misst und automatisch an den Netzbetreiber übermittelt. In Energiegemeinschaften ist er die zentrale Grundlage, um Strom gerecht zu verteilen, Abrechnungen zu vereinfachen und den Eigenverbrauch zu optimieren.



Wer kann einer Energiegemeinschaft beitreten?


  • Hausbesitzer mit PV-Anlage

  • Mehrparteienhäuser (Mieterstrom)

  • Nachbarschaften mit gemeinsamer Energieerzeugung

  • Gemeinden und Vereine

  • Betriebe mit überschüssiger PV-Produktion



Förderungen in Österreich


Österreich unterstützt Energiegemeinschaften aktiv, z. B.: PV-Anlagen, Speicher, Smart Meter-Infrastruktur, Planung und Aufbau.

Regelmäßig prüfen: Förderungen 2026/27 in Österreich



Energiegemeinschaft gründen – Schritt-für-Schritt


  1. Mitglieder finden

  2. Rechtsform wählen

  3. Technische Voraussetzungen prüfen

  4. Verträge und Regeln festlegen

  5. Registrierung im EDA-Portal

  6. Start der gemeinsamen Energieerzeugung



Häufige Fragen (FAQ)


Brauche ich eine eigene Photovoltaikanlage? Nein, auch Mieter oder Haushalte ohne eigenes Dach können Strom aus einer Energiegemeinschaft beziehen.

Wie viel kann man sparen? Haushalte können 10–30 % der Stromkosten einsparen, abhängig von Verbrauch und Gemeinschaftsprojekt.

Können Mieter teilnehmen? Ja, besonders in Mehrparteienhäusern profitieren Mieter vom Mieterstrom.

Was kostet die Teilnahme? Geringe Mitglieds- oder Verwaltungskosten; Smart Meter meist bereits vorhanden.

Ist das gesetzlich geregelt? Ja, Energiegemeinschaften sind im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) verankert und durch den Netzbetreiber abgerechnet.

Welche Energieträger können genutzt werden? Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse oder Windenergie – in der Praxis dominiert PV.



Fazit: Energiegemeinschaften als Zukunftsmodell

Energiegemeinschaften verbinden finanzielle Vorteile mit nachhaltigem Handeln. Sie machen erneuerbare Energie für alle zugänglich – unabhängig davon, ob man ein eigenes Dach hat. Für Haushalte, Gemeinden und Unternehmen in Österreich bieten sie eine Chance, Energie /smart-meter-oesterreichgünstiger, nachhaltiger und gemeinschaftlicher zu nutzen. Gerade jetzt, wo Photovoltaik boomt, lohnt sich dieses Modell näher zu betrachten.


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🔎 Energieverbrauch analysieren

Nutzen Sie unseren Energie-Rechner und finden Sie heraus, wo in Ihrem Haushalt zusätzliches Sparpotenzial liegt.



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